Die Postgeschichte der Hallig Hooge

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Beschreibung

300 Telegramme jährlich

Die Postgeschichte der Hallig Hooge

Ausgabe

DAS ARCHIV 1/2019

Autor: Horst Halbach

Seiten: 70-75

Im Dreikaiserjahr 1888 feierte man auf der Hallig Hooge am 22. März den Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. – nicht ahnend, dass der Monarch bereits am 9. März verstorben war. Hooge war wieder einmal von Eis umschlossen und damit wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Um eine Verbindung zur Welt herzustellen, beantragte Pastor Niepmann, der von 1883 bis 1889 auf Hooge seinen Dienst tat, kurz darauf bei der Kaiserlichen Oberpostdirektion in Kiel die Einrichtung einer Telegrafenhilfsstelle.

Am 28. Juli 1888 antwortete die Oberpostdirektion, dass grundsätzlich nichts einzuwenden sei; nach den Grundsätzen der Reichspost- und Telegraphenverwaltung müsste diese aber mit einer Posthilfsstelle verbunden sein. Der Pastor müsste die beiden Betriebsstellen übernehmen und das Morsen erlernen, dann würde die Oberpostdirektion die Einrichtung beim Reichspostamt in Berlin beantragen. Niepmann muss den Forderungen wohl nachgekommen sein, wurde aber versetzt. Sein Nachfolger Pastor Carl Thedens (1889–1906) setzte mit einigen Bewohnern der Hallig die Bemühungen fort, doch am 13. November 1889 erreichte sie ein ablehnender Bescheid, da „ein allgemeines Verkehrsbedürfnis nicht vorlieg[e]“. Gefordert wurde außerdem ein Betrag zur Deckung der Anlagekosten von 800 Mark, außerdem sollten ein Raum für die Telegrafie gestellt und der Telegrafendienst ohne Vergütung verrichtet werden. 

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