Die verflixte „31“. Eine wenig bekannte Fertigungsstätte für Post- und Siemens-Telefone

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Beschreibung

Die verflixte „31“

Eine wenig bekannte Fertigungsstätte für Post- und Siemens-Telefone

Ausgabe

Das Archiv 3/2011

Autor: Dietrich Arbenz

Seiten: 20-25

Seriennummern und Fertigungsdatum, Herstellungsort, Haltbarkeitsdatum und Normierung befinden sich als Code aus Buchstaben, Ziffern und Symbolen mehr oder weniger sichtbar auf fast allen Produkten. Auf Fahrzeugen, Waschmaschinen, Glasflaschen − und natürlich auf Eiern. Was diese Ziffernfolgen zu bedeuten haben, ist oft nur Insidern klar, und wie so oft muss gegebenenfalls das Internet helfen. Da weiß zum Beispiel der „Code-Knacker“ (www.code-knacker.de) von A (Altholzkategorien, Autoreifenkennzeichnung und andere) bis Z (Zigarrengrößen, Zivilschutzmaßnahmen und Zuckersorten) vieles, aber eines weiß er nicht: was die Nummern auf den Grundplatten von Fernsprechapparaten bedeuten. Dies aber weiß Dietrich Arbenz. Der Experte für Nebenstellenanlagen hat sich auf die Suche gemacht und sogar eine bisher ungeklärte Nummernangabe entschlüsselt, die „31“.

Telefone am sogenannten Hauptanschluss, also in privaten Wohnungen, wurden in Deutschland bis 1990 allein von der Deutschen Bundespost und früher von der Reichspost installiert. Beschafft wurden die Fernsprecher von der Post – und zwar bis Mitte der 1980er-Jahre nur eine sehr beschränkte Auswahl an Modellen − bei Herstellern aus der Industrie. Diese Firmen waren auf den Apparaten normalerweise nicht genannt. Dagegen konnten Nebenstellentelefone, das heißt Endgeräte privater Telefonanlagen innerhalb eines Betriebes, seit dem Jahr 1900 (nicht in Bayern und Württemberg) auch direkt von der erstellenden Industrie an die Kunden geliefert werden. Diese Apparate tragen auf der Grundplatte Namen und Logo des Herstellers sowie oftmals auch Schaltungs-Nummern, Erstelldatum und Fertigungsbetrieb, allerdings waren die Angaben zum Teil abgekürzt oder verschlüsselt. Eine bedeutende Rolle unter den Unternehmen, die in großem Umfang Telefone für die Post herstellten, spielt seit Anbeginn des Telefonierens die Firma Siemens. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Firmenzentrale des multinationalen Unternehmens in Berlin, danach in München, und im Lauf der Jahrzehnte wurden an verschiedensten Standorten Telefone produziert. Für Sammler dieser Apparate ist ein Kürzel aus Buchstaben und Ziffern auf der Grundplatte vieler Siemens-Telefone ein Hinweis auf Fertigungsbetrieb sowie Herstellungsjahr und -monat des Apparates.

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