Eine kurze Geschichte der Wettervorhersage

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Beschreibung

Ein Tag ohne Wetter?

Eine kurze Geschichte der Wettervorhersage

Ausgabe

DAS ARCHIV 4/2018

Autor: Jürgen Bräunlein

Seiten: 8-17

Am Sonntag, dem 1. Juni 2014 fehlte am Ende der Tagesschau der Wetterbericht. Die Zuschauer sahen stattdessen sekundenlang einen schwarzen Bildschirm. Über die ARD ergossen sich Zorn und Häme. „Das Wetter vergessen? Wird die Tagesschau senil?“, fragte ein Twitter-Nutzer. „Endlich mal ein Tag ohne Wetter!“, schrieb ein anderer. Kein Zweifel: Das Wetter ist elementarer Bestandteil unseres Lebens. Vieles hängt davon ab – unsere Sicherheit, unser Wohlbefinden, aber auch das Florieren der Wirtschaft. Nicht zuletzt deshalb ist unser Interesse an Wettervorhersagen so groß.

Fast alles beginnt mit Aristoteles.Auch die Meteorologie, zu deren zentralem Aufgabengebiet die Wettervorhersage geworden ist. Um 340 vor Christus veröffentlichte Aristoteles Meteorologica. Die Abhandlung war Teil seiner systematischen Welterklärung, doch wie das Wetter morgen werden würde, interessierte Aristoteles nicht. Damit beschäftigten sich die Astrometeorologen einige Jahrhunderte später. Das Wetter und das Klima, so ihre Überzeugung, würden von Vorgängen am Himmel beeinflusst, die sich oberhalb des Mondes abspielten. Deshalb müsse, wer eine Prognose machen wolle, vor allem die Planeten und ihre Konstellation beobachten. Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein schien das für viele Zeitgenossen ein attraktives Erklärungsmodell für Wetterumschwünge. So entstanden zahlreiche Traktate und Übersichtswerke mit Planetenpositionen für bestimmte Beobachtungsorte, oft für Jahre im Voraus „errechnet“.

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