Keine Ruhe im Karton. Eine kleine Geschichte der Verpackung

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Beschreibung

Keine Ruhe im Karton

Eine kleine Geschichte der Verpackung

Ausgabe

Das Archiv 1/2017

Autor: Bernd Flessner

Seiten: 40-45

Die Verpackungsindustrie hat ihre Anfänge im Buchbinderhandwerk. Futteralmacher haben später den Karton zum eigenständigen Produkt gemacht. Heute sind Verpackungen Eckpunkte moderner Produktion und modernen Lebens.

Nach der Erfindung des Papyrus im alten Ägypten und später des Papiers in China kamen die Menschen schnell auf die Idee, dass sich beides keineswegs nur als Beschreibstoff eignet. Mit beiden Erfindungen, hergestellt aus Pflanzenfasern, ließen sich auch alle möglichen Gegenstände einpacken. In erster Linie natürlich zum Schutz, und dieser wurde in der Regel beim Transport erforderlich. Die Idee der Transportverpackung ist also alles andere als neu. Die Geschichte wiederholte sich natürlich, als sich ab dem Jahr 1000 die Papierherstellung auch in Europa verbreitete. Die erste Papiermühle Deutschlands wurde 1390 von Ulman Stromer in Nürnberg gegründet und verhalf auch einem weiteren Handwerk zum Erfolg. So wurde 1433 in Nürnberg die Buchbinderei als eigenständiges Handwerk anerkannt. Lange Zeit stellten die Buchbinder den Karton für die Einbände selbst her, bis sich schließlich im 16. Jahrhundert ein eigenständiges Gewerk entwickelte, der Futteralmacher. Dieser gab sich wiederum nicht damit zufrieden, lediglich die Buchbinder mit Karton zu beliefern.Warum auch, ließen sich aus Karton doch Kartonagen, Futterale, Dosen und Etuis aller Art herstellen, die Schmuck, Uhren, Besteck oder Brillen vor Beschädigung schützten. Und nicht nur das, neben der Schutzfunktion erkannten die Futteralmacher bald auch die ästhetischen Qualitäten ihres Materials. Aus Kartons wurden Schmuckkartons, dieWert und Bedeutung des Inhalts signalisierten und steigerten.

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