Provenienzforschung als komplexe Museumsaufgabe

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Beschreibung

Gesicherte Herkunft und historische Gerechtigkeit

Provenienzforschung als komplexe Museumsaufgabe

Ausgabe

DAS ARCHIV 2/2018

Autor: Jürgen Bräunlein

Seiten: 8-15

Woher stammen die Kunst- und Kulturobjekte in Sammlungen? Wurden sie alle rechtmäßig erworben? Oder sind Exponate dabei, die einst unrechtmäßig entzogen, geraubt, enteignet oder zwangsverkauft wurden? Etwa während des Dritten Reiches oder der Kolonialzeit? Die Klärung der Herkunfts- und Eigentumsgeschichte ihrer Exponate ist für die Museen in Deutschland mittlerweile zu einer dringlichen Aufgabe geworden, zu der man sich verpflichtet hat. Dabei geht es immer auch um historische Gerechtigkeit, etwa dann, wenn belastete Exponate zurückgegeben werden.

Vor fünf Jahren erreichte die Mitarbeiter der Museumsstiftung Post und Telekommunikation ein Fachbeitrag des Historikers Dr. Winfried Leist über Helgoland-Briefmarken. Im Anhang war zu lesen, dass die Druckstöcke zu den Briefmarken möglicherweise aus enteignetem jüdischem Besitz stammen. Sie gehörten ursprünglich, so der Autor, zu der Sammlung des Hamburger Briefmarkenhändlers Julius Goldner, die 1939 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurde. Die Mitarbeiter ließ das aufhorchen, denn die Druckstöcke der Helgoland-Briefmarken befanden und befinden sich im Bestand der Museumsstiftung.

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