Singen ist gesund und macht froh. Der Postchor Gardelegen e.V.

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Beschreibung

Singen ist gesund und macht froh

Der Postchor Gardelegen e.V.

Ausgabe

Das Archiv 2/2011

Autor: Hans Hübner

Seiten: 54-59

Der Volksmund sagt: „Wer täglich singt, dass alles schallt, wird 99 Jahre alt.“ Ärzte und Psychologen konstatieren: Singen ist gesund und hält jung, verbessert die Atemtätigkeit, stärkt das Herz, regt das Gehirn an und hebt die Stimmung. Vor allem macht Singen aber einfach Spaß – Freude ist die sichtbarste Nebenwirkung des Singens. Von den Wirkungen des Singens profitieren in Deutschland nach aktuellen Schätzungen etwa drei Millionen aktive Sängerinnen und Sänger in rund 60 000 Chören. Über seinen Heimatort hinaus bekannt ist der Postchor Gardelegen e.V., der 2012 sein 60-jähriges Chorjubiläum feiert, was ähnlich wie zurückliegende Jubiläen mit einem festlichen Konzert begangen werden wird.

Chorgesang hat es zu allen Zeiten gegeben, in aller Welt und auf allen Kulturstufen. Entstanden sein dürfte der gemeinsame Gesang bei religiösen Kultfeiern und in Verbindung mit Volksbräuchen. In der christlichen Antike und im Mittelalter standen vor dem Altar im Chorraum der Kirche Singegruppen aus Mönchen und Geistlichen, die den Gottesdienst mit feierlichem Gesang begleiteten.

Im 19. Jahrhundert dominierte noch der Kirchengesang, aber der Chorgesang wurde zum Ausdruck der Emanzipation des Bürgertums, der Volksgemeinschaft und zu einem Mittel der Volksbildung im Sinne Heinrich Pestalozzis. Der erste, 1809 von Carl Friedrich Zelter in Berlin gegründete Männerchor, die „Liedertafel“, war ein Sängerkreis von 25 Mitgliedern, „die verschieden in Beruf und Stellung, einig waren in idealer Gesinnung, besonders in begeisterter Liebe zum Gesang“. In Zürich rief Georg Nägeli 1810 mit einem ersten Männerchor die „Liederkranz“-Bewegung ins Leben, um „durch regelrechte Pflege des Gesangs dem Volke wahre Lebensfreude zu schenken“. Auf dem geistigen Fundament von „Liedertafel“ und „Liederkranz“ entfaltete sich in den deutschen Landen das Chorwesen zu vielversprechender Blüte.  Männergesangsvereine kamen groß in Mode, zum Teil mit mehreren Hundert Mitgliedern. Auch berufsbezogene Chöre wurden gegründet, Lehrer sangen in Lehrergesangsvereinen, sangesfreudige Postangehörige in Postchören. Gemischte Chöre waren lange weitaus weniger populär und erfuhren erst ab den 1920er-Jahren gebührende Zuwendung.

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