Wandzeitung, Traditionskabinett und Leistungsschau

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Beschreibung

Wandzeitung, Traditionskabinett und Leistungsschau

Ausstellungen der Deutschen Post 1945 bis 1990

Ausgabe

Das Archiv 1/2009

Autor: Hans Hübner

Seiten: 6-13

Messen und Ausstellungen gehören seit Jahrhunderten zum kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Alltag. Am Anfang der Erfolgsgeschichte dieser Medien steht eine Ausstellung im Louvre 1793. Sie diente der staatlichen Gewerbeförderung und wurde zum Vorbild für die Gewerbeausstellungen in anderen europäischen Ländern. Später beeindruckten besonders die erstenWeltausstellungen in London 1851 und in Paris 1855. Sie waren nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil sie die Idee technischer Faszination mit Amüsement verbanden: Erlebnisparks, Schauarchitekturen und Völkerschauen gaben ihnen den Charakter von großen Jahrmärkten.

Die ersten bedeutenden öffentlichen Museen in Europa mit teils fürstlichen „Erstausstattungen“ und reichen Sammlungen entstanden Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts. So wurde im Louvre im Zuge der französischen Revolution das erste öffentliche Museum Frankreichs eingerichtet; in Wien durfte, wer eigene Schuhe vorweisen konnte, ab 1822 die Sammlung Albertina besichtigen und in Berlin wurde 1830 das Königliche Museum am Lustgarten eröffnet. Sie dienten hauptsächlich der Repräsentation, verliehen den Ländern und Städten künstlerischen und wissenschaftlichen Glanz, sollten aber auch „einen bildenden, veredelnden Einfluss auf den Menschen ausüben“. Vorgänger der Museen waren Wunderkammern und „Raritätenkabinette“, private Sammlungen seltener kostbarer und exotischer Objekte.

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