Das schillernde Geschäft mit NS-Memorabilia

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Beschreibung

Hitlers Telefon, Himmlers Kalender, Görings Leibwäsche

Das schillernde Geschäft mit NS-Memorabilia

Ausgabe

DAS ARCHIV 4/2017

Autor: Jürgen Bräunlein

Seiten: 32-37

Der Handel mit historischen Souvenirs ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Schon zu Zeiten Friedrichs des Großen wurden emsig Andenken an den Preußenkönig gesammelt, noch emsiger nach seinem Tod. Verfolgt man Auktionen im In- und Ausland, zeigt sich seit Jahrzehnten allerdings eine auffällige Entwicklung: Die Begehrlichkeiten nach Objekten aus der Zeit des Nationalsozialismus wachsen. Das Geschäft damit ist alles andere als unproblematisch.

Im Februar dieses Jahres sorgte die Versteigerung eines alten, mutmaßlich von Siemens & Halske in Berlin produzierten rot lackierten Telefons weltweit für Aufsehen. Mit dem feuerbeschädigten, sonst aber gut erhaltenen Apparat aus Bakelit soll Adolf Hitler in den letzten zwei Kriegsjahren viele seiner Befehle erteilt haben, wie im dazugehörigen Auktionskatalog zu lesen war. „Alexander Historical Auctions“, ansässig im amerikanischen Bundesstaat Maryland, titulierte das Verkaufsobjekt als „vielleicht zerstörerischste Waffe aller Zeiten“ – zweifellos eine gewagte Metapher für ein solches Kommunikationsinstrument. Der Brigadier und Meldeoffizier Ralph Rayner soll das Telefon am 5. Mai 1945 in den Privaträumen Hitlers von russischen Soldaten erhalten und mit nach England genommen haben. Fast 72 Jahre später wollte der Sohn das Erbstück versteigern.

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